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Thema: Pz.Kpfw.IV Ausf.G - Sizilien 1943< Älteres Thema | Neueres Thema >
Steffen.B. Offline
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Seit: 03 2008
    Geschrieben: Mo, der 30. 09. 2019,21:05 QUOTE

Hallo miteinander.

Dieser Bau reizte mich schon lange ... sehr lange.
Hintergrund : Im Lager lag ein ITALERI 6217 "Pz.Kpfw.IV F1/F2" Bausatz (Auflage aus dem Jahr 2009), in welchem faszinierende Decals beiliegen.
Das Original zu dieser Decal-Option gehörte zur 3. Kompanie der Pz.Abt.215, Pz.Gren.Div.15 und wurde abgeschossen im Jahr 1943 in der Nähe von Regalbutto auf Sizilien fotografiert. Das Originalfoto ist unter Anderem im Concord 7023 "Panzers in Italy, 1943-1945" und in Squadron/Signal 6081 "Panzer IV"  in sehr guter Bildqualität veröffentlicht.

Nachfolgendes Bild ist eine zweite Aufnahme meines Vorbildes. Dieses Bild wurde zur einem späteren Zeitpunkt fotografiert als die besagte Fotografie in den Druckwerken. Es zeigt den Panzer jetzt ausgeschlachtet. Leider ist der Blickwinkel der gleiche und man kann auch hiermit nicht bestimmte Merkmale ausmachen.


Bildquelle : lasegundaguerra.com

Und eine dritte Aufnahme, zeitlich zur zweiten Aufnahme in ausgeschlachtetem Zustand zugehörig. Beide Aufnahmen reichen in der Bildqualität bei Weitem nicht an das erste Foto in den Druckwerken heran.


Bildquelle : pdfs.semanticscholar.org

Dank diverser DRAGON Panzer IV Bausätze waren zahllose unbenötigte Panzer IV Teile verfügbar. Und diverses Zubehör lag auch noch herum. Warum also nicht mit diesen Teilen den alten ITALERI Bausatz aufpeppen ? Soweit die Idee, aber es kam irgendwie immer etwas dazwischen ... bis jetzt.

Meine eigene Vorgabe war, nur mit dem Bausatz und schon vorhandenem Zeug aus dem ganzen Misch-Masch einen Panzer IV Ausf.G aus dem Nibelungen Werk von Produktionszeitraum Februar/März 1943 zu bauen. Denn genau das ist das originale Vorbild. Zwischen Februar und März 1943 Produktion gibt es zwei kleine Detailunterschiede, welche sich anhand der Originalfotos nicht klären lassen konnten. Der Einfachheit wegen, werde ich mich auf März 1943 orientieren ... so muss ich den Antennenabweiser am koaxialen Turm-MG nicht nachbauen.

Soweit nun der aktuelle Stand :





Knackpunkt dieses Vorhabens war der Turm. Hier gab es die meißte Plastik-Chirurgie zu erledigen, also nahm ich mir ihn zuerst vor.

Schritt eins - Turmrückseite
Aus irgendeinem Grund hatte ITALERI die Kommandanten-Kuppel zu weit hinten positioniert. Hierdurch hatte ITALERI den mittleren Teil der Turmrückseite nach hinten versetzt. Also diesen Teil aussägen und bündig zur restlichen Turmrückseite wieder einsetzen und verblenden. Dieser Aktion fielen die angegossenen Pistolenpropfen zum Opfer, weshalb sie durch DRAGON Teile ersetzt wurden.




Schritt zwei - das Turmdach
Die Position der Kommandanten-Kuppel war 'eh falsch und mein Vorbild hatte schon das verstärkte Turmdach und die neue größere Kommandanten-Kuppel mit einteiliger Luke. So sägte ich nun das ITALERI Turmdach aus und passte ein TAMIYA Turmdach ein. Am TAMIYA Teil wurden die Passungen für die Turmschürzen verfüllt und die fehlenden Schlitzschrauben graviert. Auch wurde der angegossene Panzerkragen um die Kommandanten-Kuppel entfernt.
Beim TAMIYA Dach war die Position des Turmlüfters nicht ganz korrekt. Da sowieso ein feiner detailliertes DRAGON Teil verwendet wurde, war dies kein Problem.



Schritt drei - die Turmfront
Im Vergleich mit DRAGON Türmen und 1:35 Plänen fiel auf  ; der ITALERI Turm ist vorn knapp 2mm zu lang. Ein Fall für die Säge und die Länge stimmte.
Für die Turmfront wollte ich ein DRAGON Teil verwenden, hierfür mussten die unteren Schrägen vorn am Turm angepasst werden - auch kein Problem, die Säge machte es möglich.
In die Turmfront mussten die ITALERI Wangen der Rohrwiege eingepasst werden, einfach weil ich keine entsprechenden DRAGON Teile hierfür hatte. Die gesamte Rohrwiege ist also ITALERI mit Walzenblende von DRAGON. Erstaunlicherweise passten die Teile gut zusammen. Im Inneren des DRAGON Rohrpanzers steckt das ITALERI Bauteil Rohrwiege/Rohrwurzel. Dahinein passt wiederum perfekt das 7,5cm L/43 Alu-Rohr von RB Model.
Am modifizierten ITALERI Stirnteil der DRAGON Walzenblende wurden vier Kegelspitzschrauben von MENG ergänzt. An diesem ITALERI Teil wurde der angegossene und zu kurze Rohrpanzer abgesägt. Und die Öffnung wurde mit einem 5mm Bohrer erweitern, so dass der DRAGON Rohrpanzer passend eingesetzt werden konnte.









Schritt vier  - die seitlichen Turmluken
Auch hier sollten komplette DRAGON Baugruppen verwendet werden. Bei ITALERI werden die hierfür nötigen Teile stumpf aufgesetzt. Bei DRAGON gibt es Aussparungen für die Scharniere ... wieder ein Fall für die Säge.



Damit war die große Hürde Turm erfolgreich genommen und es folgte nur noch etwas Detaillierung in Form von nachzubildenen Schweißnähten und ein paar anzuklebenden Bauteilen.
Also auf zur Wanne.

Die Stirnseite der Kasematte stammt vom TAMIYA Panzer IV H early



Die Lamellenpanzer sind von DRAGON und passen sehr gut an die ITALERI Teile. Dazu mussten bei ITALERI lediglich die entsprechenden (und grausig detallierten) Teile abgesägt werden.



An der Unterwanne wurden die Passungen für die ITALERI Kettenbleche entfernt. Zur Verwendung kam VOYAGER PEA35017 "PzKpfw IV Fenders", eigentlich für den alten DRAGON Panzer IV G bestimmt, lassen sich diese Ätzteile auch gut hier verwenden.
Zuerst die Träger der Kettenbleche biegen und mit Klammern von WOLFCRAFT an der Wanne passend fixieren, hochflüssigen Sekundenkleber mittels eines 0,3mm Drahtes als Applikator in die Klebefugen fließen lassen und die Sache hält. Nur noch die Profilbleche mit der gleichen Methode an den Trägern fixieren und ankleben, fertig.



Kleines unscheinbares Detail ; der runde Tankdeckel für den benzinelektrischen Turmantrieb. ITALERI hatte hier zwei erhabende Schrauben angegossen, wo es zwei Bohrungen sein sollten. Eigentlich eine banale Sache, aber ich komme an solchen Details einfach nicht vorbei ohne sie zu korrigieren.

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Herr_Bpunkt Offline
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    Geschrieben: Di, der 01. 10. 2019,00:22 QUOTE

Das ist mal ein toller Beitrag! Vielen Dank für die tolle Dokumentation! Und Glückwunsch zu dieser fantastisch sauberen Arbeit. Kann sich jetzt schon sehen lassen.

Da der Italeri-Turm ja deinem Bericht nach ziemlich falsch dimensioniert ist, würde mich interessieren, wie es mit den Winkeln aussieht. Stimmen die halbwegs, oder kann man sie wenigstens gut reparieren? Dass das Tamiya-Turmdach darauf passt, lässt ja gutes vermuten...

Gruß
Thorsten
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Steffen23 Offline
Generalleutnant




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Seit: 12 2009
    Geschrieben: Di, der 01. 10. 2019,08:36 QUOTE

Wow, das liebe ich ja:
Arbeiten nach Fotovorlage!
UND dann noch kit-bashing, heftig!!

Da bleib ich natürlich dran!

Gute Reise!
Steffen :1:


--------------
Man kann alles sagen - freundlich und mit Respekt .
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LowBudget Offline
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    Geschrieben: Di, der 01. 10. 2019,11:35 QUOTE

Hallo Steffen,
da bleibe ich auch gespannt dran!
Die Italeri/Revell Bausätze stehen bei mir wegen solcher Unstimmigkeiten auf der roten Listen.
Deine Geduld und Sägefertigkeit in allen Ehren.
Was macht die Decals für das Fahrzeug denn so besonders, ist es die Art der Fahrzeugnummer?

Beste Grüße
Stephan
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Steffen.B. Offline
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    Geschrieben: Di, der 01. 10. 2019,16:08 QUOTE

Danke für euer Interesse.  :5:

@ Thorsten
Turmrückseite, Dach und Turmfront hatte ich korrigiert.
Zu erwähnen wäre noch die Turmhöhe, sie entsprach bei ITALERI auch im vorderen Teil der Turmhöhe mit verstärktem Dach. Am Original erhöhte sich die Turmhöhe jedoch nur im hinteren Teil, da nur dort die Panzerstärke den Tum nach oben wachsen ließ. Dies wurde durch das eingesetzte TAMIYA Dach gleich mit korrigiert. Wir reden hier von ca. 0,5mm, daher habe ich es nicht extra erwähnt.
Im Grunde blieben von meinen Eingriffen also nur die Tumseiten unbearbeitet. Und diese sind in den Winkels sonst stimmig. Das gilt eigentlich auch für Turmheck und Turmfront, von den korrigierten Makeln abgesehen.
Um das TAMIYA Dach einzusetzen, mussten das ITALERI Dach komplett ausgesägt werden. Und die Kanten mussten senkrecht zur Horizontalen gefeil/geschliffen werden ... bis exakt an die Kante heran. Da blieb nicht 1/10mm Spielraum. Soll heißen die ITALERI und TAMIYA Turmdächer sind absolut deckungsgleich (von den bei ITALERI vorn knapp 2mm zu lang mal abgesehen).

@ LowBudget
Entscheidend war wirklich nur diese Decal Option im ITALERI Bausatz.
Die Panzer IV in der Ausf.G verließen allesamt die Produktionshallen im Tropenanstrich. Als Besonderheit hatten Panzer IV aus Nibelungen Fertigung zu jener Zeit ab Werk die Ketten falsch herum aufgezogen - so auch mein Vorbild. Dazu die unüblichen Markierungen dieser Einheit ... . Das ist einfach mal etwas völlig Anderes, als die sonst üblichen 3-stelligen Turmnummern und taktischen Zeichen.
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Herr_Bpunkt Offline
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    Geschrieben: Di, der 01. 10. 2019,16:15 QUOTE

Danke Steffen!
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Mucki Offline
Oberfeldwebel




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Seit: 11 2007
    Geschrieben: Fr, der 04. 10. 2019,19:44 QUOTE

Hallo Steffen
Ein IVer :26:
dazu noch Italeri.
Fein, fein da bleib ich dran.
Da kann man sich als Modellbauer austoben.


--------------
Gruss Mucki

Der Letzte löscht das Licht !!!

In Bau: ?????????????????????
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Steffen.B. Offline
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    Geschrieben: Di, der 08. 10. 2019,22:02 QUOTE

Dieses Update sollte eigentlich schon am Wochenende kommen, aber man(n) hat Familie ... .

Gut. Es ist nicht so viel geschehen, wie ich gern hätte. Aber die Wanne ist nun zusammen. Für die Heckplatte hatte ich keine stimmige für eine Ausf.G, lediglich eine Ausf.J Heckplatte fand sich im Fundus. Improvisieren war das Motto. Aber fangen wir erst einmal mit dem aktuellen Stand an ;





Das teilweise angegossene ITALERI Laufwerk kam weg, es lag noch eines von DRAGON bereit.
Ich kopierte mir 1:35 Pläne der Seitenansicht und schnitt daraus Schablonen. So konnten die DRAGON Laufrollenwagen korrekt positioniert werden. ITALERIs Laufrollenwagen waren nämlich nicht unbedingt an den richtigen Stellen angegossen.
Aus dem TRISTAR Set 014 "German Pz.IV Wheel Set" stammen die Anschlagblöche und die Sockel der Stützroller.




Auf den Seitenteilen des Motordecks wurden diverse Löcher gebohrt. Zuerst verließ ich mich hier auf 1:35 Pläne, welche sich aber in diesem Punkt im Vergleich zum Original als falsch erwiesen. Also diese Löcher wieder verspachtelt, DRAGON Bauteile als Muster genommen und neu gebohrt.
Fragt mich nicht, wofür diese Bohrungen sind. Ich vermute da sitzen irgendwelche Verschraubungen drin.
Das Turmheck wurde für den Anbau der Staukiste vorbereitet, indem die Hebehaken sowie kleine Montagehilfen aus 0,25mm Plastik-Streifen dran kamen.



Und hier nun mein "Sorgenkind". Der mittlere Teil der Heckplatte (der mit dem Auspuff) fand sich noch in der Krambox. Aber die Trägerplatte, worauf dieser mittlere Teil geklebt wird, da hatte ich keinen passenden. Also musst der untere Teil einer Ausf.J modifiziert werden. Die Eigenbauten daran erklären sich durch das weiße Plastik.
1. Schritt - entfernen der kleinen angeschweißten quadratischen Platte
2. Schritt - an deren Stelle wurde mit einer 4mm Lochpfeife ein runder Ring eingestanzt. Das soll den Deckel für den Kühlwassertauscher darstellen
3. Schritt - drei ausgestanzte Schraubenköpfe und einen kleinen Griff an diesen Deckel kleben
4. Schritt - eine fehlende Schraubenleiste mittels 0,25mm x x2mm Plastik-Streifen ergänzen und darauf Schraubenköpfe von MENG kleben
5. Schritt - rechteckige Abdeckung komplett selbst bauen
6. Schritt - Schleppkupplung passend schnitzen und anbringen
7. Schritt - senkrechte Streben links & rechts der Schleppkupplung ergänzen
Zum Schluß nur noch die Kettenspanner dran und gut war es. Es fehlt noch Kleinkram, aber im Wesentlichen ist auch diese Operation geglückt.

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LowBudget Offline
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Seit: 09 2004
    Geschrieben: Do, der 10. 10. 2019,10:40 QUOTE

Hey Steffen,
klasse Umbau. Der Aufwand mit der Heckplatte war ja enorm, da muss man echt Bock drauf haben  :32:  
Hat sich aber gelohnt und sieht top aus.


Beste Grüße
Stephan
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viper6 Offline
Stabsunteroffizier




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Seit: 06 2003
    Geschrieben: Do, der 10. 10. 2019,17:54 QUOTE

Sieht wirklich sehr schick aus!

Aber sah die Anhängekupplung bei Panzern aus den Nibelungenwerken nicht anders aus?
Zumindest bei der Ausf. H.

Gruss
Sebastian


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"Mir nach, ich folge Euch"
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Floriansjünger Offline
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Seit: 09 2019
    Geschrieben: Do, der 10. 10. 2019,18:30 QUOTE

Zuerst einmal, wow! Die alten Bausätze sind fast nicht wiederzuerkennen.

Zweitens muss ich leider meinem Vorredner zustimmen, für das Nibelungenwerk sind andere Anhängerkupplungen für die Ausf. G fotografisch belegt. Auch die Referenzfotos scheinen mir eine andere Kupplung zu zeigen, oder täusche ich mich da?
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Steffen.B. Offline
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Seit: 03 2008
    Geschrieben: Do, der 10. 10. 2019,20:09 QUOTE

Jezt muss ich mal ganz naiv fragen (weil ich es wirklich nicht weiß), wie soll diese spezielle Nibelungen Anhängekupplung denn aussehen ? Habt ihr davon Detailfotos ?

Ich bin nach dem recht guten Foto im Squadron/Signal 6081 "Panzer IV", Seite 34 unten gegangen. Und dort schaut es genau so aus, wie an meinem Modell.  :000
Dieses Foto wurde zu einem früheren Zeitpunkt aufgenommen und zeigt den Panzer, bevor er ausgeschlachtet wurde. Verständlicherweise kann ich aus copy right Gründen dieses Foto nicht einfach einscannen und hier zeigen. Und online habe ich es noch nirgend gefunden.
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Floriansjünger Offline
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Seit: 09 2019
    Geschrieben: Do, der 10. 10. 2019,20:52 QUOTE

Naja, speziell würde ich die eigentlich nicht nennen - tendenziell hätte ich geschätzt dass diese Ausführung häufiger im Modell dargestellt ist...



Das Bild stammt aus Spielberger/Jentz/Doyle: "Panzer IV und seine Abarten" und zeigt angeblich einen Panzer IV aus dem Nibelungenwerk. Gleichzeitig sind aber auch in demselben Buch Fotos von Ausf. G, auf denen die Anhängerkupplung genauso aussieht wie bei dir - allerdings habe ich dort bisher keine Hinweise auf Produktionsstätten gefunden, obwohl man diese natürlich anhand der Fahrgestellnummer bestimmen könnte.
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Steffen.B. Offline
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Seit: 03 2008
    Geschrieben: Do, der 10. 10. 2019,23:14 QUOTE

Ah. Danke für das Bild. Jetzt wird mir Einiges klar. :38:

Dein Bild zeigt eine unvollständige Anhängekupplung vom unvollständigen Museumsexemplar in Aberdeen/USA. Die Zusatzkupplung für Tankanhänger ist demontiert. Dafür sind die losen 4 Schrauben links und rechts vom Schleppbolzen. Siehe auch unten in diesem Foto : http://data3.primeportal.net/tanks...._97.jpg
Zudem fehlt oben ein Deckel und dessen Sicherungskette, welche auch mit dem Schleppbolzen verbunden ist.
Die Fahrgestellnummer 83142 ist der 31. von insgesamt 32 im November 1942 bei Nibelungen gebaute IV Ausf.G.

Das Ding was bei meinem Modell zusätzlich dran ist, das ist die Zusatzkupplung für Tankanhänger (Stichwort ; lange Versorgungswege an der Ostfront). Sie findet man an Panzer IV Ausf.G aller drei Hersteller.  :18:
Erstmals taucht die Zusatzkupplung für Tankanhänger im 2. Halbjahr 1942 auf. Irgendwann im Sommer 1944 fiel sie dann wieder weg. Identifizierte Ausf.J von Juni 1944 haben sie noch dran. Bei Ausf.J von August 1944 fehlen sie dann schon.

Krupp verlegte sich Dezember 1943 allein auf die StuG IV Produktion und bei VOMAG wurde ab Januar 1944 nur noch der Jagdpanzer IV gebaut. So blieb lediglich Nibelungen als Panzer IV Hersteller.
Vermutlich entstand daher der Eindruck der "typischen Nibelungen" Anhängekupplung ?
Wobei dann ab Dezember 1944 wieder bei allen drei Herstellern die verstärkte Zugkupplung verbaut wurde. Also auch an StuG IV und Jagdpanzer IV. Siehe Bild : http://data3.primeportal.net/tanks...._30.jpg

Mein gewähltes Vorbild ist ein Nibelungen Fahrzeug und hat diese Zusatzkupplung für Tankanhänger definitiv dran, ist auf dem Bild im Squadron/Signal 6081 eindeutig zu sehen.
Ich habe "PzKpfw IV at front Update No.3 Factory Production Giude (G)" von Craig Ellis hier liegen. Diese zusätzliche Kupplung für Tankanhänger ist kein Hersteller-Spezifikum, sondern eher zeitlich begrenzt. Nach den identifizierten Fahrzeugen in diesem Booklet tauchen diese Zusatzkupplungen erstmals Spätsommer 1942 auf. So bspw. zu sehen an einem Krupp IV G, fotografiert im November 1942 im Hafen von Toulun/Frankreich. Bei Nibelungen IV G konnte ich bislang nur Fotos von Baulosen ab Februar 1943 mit dieser Zusatzkupplung finden.

Fazit :
Für Nibelungen Panzer IV läßt sich die Zusatzkupplung für Tankanhänger zumindest für den Zeitraum Februar 1943 bis Juni 1944 anhand von Originalfotos belegen.
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Floriansjünger Offline
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Seit: 09 2019
    Geschrieben: Fr, der 11. 10. 2019,16:48 QUOTE

Gut, dann hat es sich hier wohl um ein Missverständnis gehandelt - wieder was gelernt.
Vermutlich ist auch hier das typische Produktionsverhalten gewesen, vorhandene Teile aufzubrauchen. Wahrscheinlich gibt es also bestimmt einzelne Fahrzeuge, die trotz der offiziellen Umstellung noch ohne Zusatzkupplung ausgeliefert wurden, und andere an denen womöglich die Bohrungen schon angebracht waren, aber aufgrund von Teilemangel o.ä. die Zusatzkupplung nicht immer montiert gewesen sein könnte. Auf alle Fälle ist im zweiten Halbjahr 1942 einiges an Variation vorhanden.

Wenn du von deinem Referenzpanzer ein Foto hast auf dem die Zusatzkupplung eindeutig zu erkennen ist will ich dir da auch nicht wiedersprechen.
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29 Antworten seit Mo, der 30. 09. 2019,21:05 < Älteres Thema | Neueres Thema >

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