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Thema: Japanischer leichter Träger IJN Hosho< Älteres Thema | Neueres Thema >
ch hoeltge Offline
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Seit: 11 2002
Geschrieben: Di, der 13. 09. 2016,15:39 QUOTE

Um meine Trägerflotte zu ergänzen hier nun die vielleicht nicht so bekannte aber dennoch wichtige Hosho.
Sie war der erste, aber auch der letzte Träger der Japaner der im Dienst war.



Die Hosho war der erste als Träger designte und gebaute Schiff, dass in den Dienst gestellt wurde. Die HMS Hermes wurde zwar früher auf Stapel gelegt wurde aber später in Dienst gestellt.
Der Stapellauf war am 13.November 1921 und die Indienststellung am 27.Dezember 1922.
Das Aussehen der Hosho war damals noch ein anders. Es hatte steuerbords eine Insel und die drei Schornsteine waren klappbar.
Die Hosho diente anfangs zum Sammeln von Erfahrungen mit Flugzeugen und deren Umgang auf dem Träger.
Die Länge der Hosho betrug 168,5 m und die Breite 17,98 m. Als Bewaffnung hatte die Hosho 4 140 mm Kanonen und zwei 8 cm Flaks.
Die Flugzeugkapazität betrug 15 Flugzeuge, wurde aber mit der Zeit reduziert.
Anfangs waren neun Mitsubishi 1MF Jäger und drei bis sechs Mitsubishi B1M3 Torpedobomber an Board. Nach drei Jahren wurden diese durch Nakajima A2N Jäger und Mitsubishi B2M Torpedobomber ersetzt.s.
1938 kamen dann Nakajima A4N Jäger und Yokosuka B3Y Bomber an Board. Dies entspricht auch meinen Modell. Im Jahr 1940 wurde die Flugstaffel durch Mitsubishi A5M "Claude" Jäger und Yokosuka B4Y1 "Jean" Bomber erneuert.



1924 fand schon der erste Umbau statt. Die Insel wurde entfernt und die Flakgeschütze nach vorne gelegt um nicht bei den Landungen zu stören.
Mit der Hosho wurde verschiedene Geräte erprobt wie optische Landehilfen und Fangsysteme.
Dne ersten Einsatz hatte die Hosho 1932 zusammen mit der Kaga in Shanghai. Von dort unternahmen die Flugzeuge der Hosho mehrere Feindflüge.
Während eines Manövers 1935 kam die vierte Flotte in einen schweren Taifun. Die Hosho wurde dort schwer beschädigt. Ein Teil des Flugdecksbrach dabei weg.
Aus den Erfahrungen daraus fand ein erneuter Umbau statt und die Stabilität des Schiffes wurde verstärkt. Die Schornsteine wurden nun fest ausgeführt und waren nicht mehr schwenkbar.
Das Flugdeck und die Stützen davon wurden ebenfalls verstärkt wie auch die vordere Brücke.
Die 8 cm Flaks wurden entfernt, dafür erhielt die Hosho sechs Stück 13 mm Zwillingsflaks.
Mit Beginn des Japanisch-Chinesischen Krieges 1937 wurde die Hosho wieder in China eingesetzt.
Am 17.Oktober 1937 übergab die Hosho aber schon ihre Flugzeuge an die Ryujo und kehrte nach Japan zurück.
In 1939 folgte ein weitere Umbau wo man den vorderen Flugzeuglift vergrößerte.







Mit Beginn des zweiten Weltkrieges und dem Größerwerden der Flugzeuge war das Ende der Dienstzeit der Hosho nah.
Die Standardflugzeuge, die Mitsubishi A6M Zero, die Aichi D3A "Val", oder die Nakajima B5N "Kate" konnten nicht mehr von dem Flugdeck operieren.
Sie wurde aber dennoch in Patrolien eingesetzt und nahm auch in der Schlacht von Midway teil.
Danach wurde die Hosho nur nach als Trainingsschiff genutzt.
1944 wurde dann doch das Flugdeck vergrößert um auch die neuen Bomber, die Nakajima B6N "Jill" starten und landen zu können.
Die 140mm Kannonen wurden entfernt zusätzliche 25 mm Flak Geschütze aufgestellt. Allerdings als Trainigsschiff blieb die Hosho meist in Landnähe.
Nach dem Krieg wurde die Hosho als Truppenstransporter genutzt um japanische Soldaten zurück nach Japan zu bringen.
Damit war die Hosho in der Tat der letzte Träger im Dienst.







Das Modell ist von Fujimi und es praktisch 3 identische Bausätze der Hosho. Einmal die 1939er Version mit den vergrößerten Lift.
Dann die 1942er Midway Version mit "Claude" und "Jean" Flugzeugen und schließlich die 1944er Version wo das größere Flugdeck als Ätzteil beiliegt.
Diese Version wollte ich bauen, allerdings war die eine Ätzteilplatine unbrauchbar da diese sehr viel Fischhaut hatte.
Da allerdings der Grundbausatz in allen 3 Modellbausätzen identisch ist, wechselte ich zur 1939er Version.
Ich besorgte dazu das passende Ätzteilset von Fujimi und da ich die Flugdeckmarkierungen fehlte die passende Trockenreibemarkierugen dafür.
Da Fujimi mit den Flugzeugen immer sparsam ist, ist es praktisch, dass es die Nakajima A4N Jäger und Yokosuka B3Y Bomber als extra Set mit je sechs Stück gibt.
Dass nur 10 Flugzeuge an Deck sind, liegt daran dass diese unsinniger Weise aus klaren Material gespritzt sind und mir zwei Flugzeuge zerbrachen.
Die zwei "Jill" Bomber aus dem 44er Bausatz finden dann sicherlich ein anderes Flugdeck.
Dazu verwendete ich noch Ätzteilsets von Flyhawk für die zwei achteren Beiboote, die 13mm Zwillingsflak und die Flugzeuge.
Das Ätzteilset von Fujimi enthält ansonsten alles Nötige.
Der Bau ging sehr problemlos. Die Passgenauigkeit war sehr gut. Wie schon gewohnt klackte das Deck in den Rumpf einfach hinein.
Dies macht das Bemalen natürlich sehr einfach.
Nur eine Stütze passte nicht ganz und stand nicht senkrecht weil diese am  Schornstein anstand.







Lackiert ist das Modell mit Tamiyas Kure Arsenal Grau. Die Details sind mit Vallejos bemalt, ebenso wie die Flugzeuge.
Das Wasser ist das altbekannte Pazifik Water Effect von Vallejo. Die Wellenschäume sind mit Vallejos Foam & Snow modelliert.





Edit: Es kamm noch etwas Text hinzu.

Gruß Christian


Bearbeitet von ch hoeltge an Di, der 13. 09. 2016,19:24

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pepmen Offline
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    Geschrieben: Di, der 13. 09. 2016,17:09 QUOTE

Hallo,
wow da bleibt mir die Spucke weg. Text und Erklärung super, Modell fantastisch. Gesamteindruck genial.
gruss Theodor


Bearbeitet von pepmen an Di, der 13. 09. 2016,17:09

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Jeder Anfang hat auch sein Ende, egal wie lange es dauert.
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ch hoeltge Offline
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    Geschrieben: Di, der 13. 09. 2016,19:26 QUOTE

Danke schön Theodor.

Es kam noch etwas Text hinzu und hier noch ein Größenvergleich für die Flieger.





Gruß Christian


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Tobias Bayer Offline
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    Geschrieben: Di, der 13. 09. 2016,19:36 QUOTE

Ist ja so gar nicht mein Thema, aber wirklich klasse gebaut und lackiert. Das Wasser ist wirklich sehr gelungen und realistisch.
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Herr_Bpunkt Offline
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    Geschrieben: Di, der 13. 09. 2016,20:53 QUOTE

Hallo Christian,

der Träger sieht wieder super aus! Ist echt unfassbar, dass Du die Flugzeige so fein und sauber gebaut und bemalt bekommst. Meinen Glückwunsch!

Viele Grüße,
Thorsten
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ch hoeltge Offline
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    Geschrieben: Mi, der 14. 09. 2016,10:41 QUOTE

Danke schön ihr zwei :5: .

Nächsten Monat in Gelnhausen habe ich den Pott auch dabei.

Gruß Christian


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Enigma Offline
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    Geschrieben: Mo, der 31. 10. 2016,21:33 QUOTE

Hallo ch hoeltge

Habe mir deine Schiffe angesehen, alle vom Feinsten, Hut ab!

:biggrin Enigma


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ch hoeltge Offline
Leutnant




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    Geschrieben: Di, der 01. 11. 2016,09:48 QUOTE

Danke schön Enigma :5: .
Ich bin aber noch viel am lernen und rumprobieren.

Gruß Christian


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Wimpl Offline
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    Geschrieben: Di, der 01. 11. 2016,10:42 QUOTE

Finde ich genial...vor allem diese kleinen Futzel-Ätzteile an den Flugzeugen...und ich breche mir schon fast die Finger in 1/35...

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Hetzer1 Offline
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    Geschrieben: Di, der 01. 11. 2016,10:43 QUOTE

Moin Christian :1:

Mal wieder ein "Sahnestück" Dein Träger,also alles vom Feinsten geworden :11:  :11:

Die Krönung finde ich die PE-Teile bei den 1/700 Fliegern :)

Das ist ja echt :32:  :32: aber im Positiven Sinne!!!

Gruß,ein Staunender Markus


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In der RUHE liegt die KRAFT!!!
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ch hoeltge Offline
Leutnant




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    Geschrieben: Di, der 01. 11. 2016,16:37 QUOTE

Danke euch beiden :5: .

Das verkleben der Ätzteile geht ja meistens, nur dass diese halten ist so ne Sache :D .

Gruß Christian


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Günni Offline
Hauptmann




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    Geschrieben: Di, der 01. 11. 2016,18:56 QUOTE

Das schaut richtig prima aus.  :11:  :11:

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Nur mit den Augen der anderen
kann man seine Fehler gut sehen.
Gruß Günni
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ch hoeltge Offline
Leutnant




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    Geschrieben: Mi, der 02. 11. 2016,18:49 QUOTE

Danke dir Günni  :5:

Gruß Christian


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12 Antworten seit Di, der 13. 09. 2016,15:39 < Älteres Thema | Neueres Thema >

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