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Thema: How to - PIN WASH< Älteres Thema | Neueres Thema >
Panther Offline
Stabshauptmann




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Beiträge: 2245
Seit: 01 2002
    Geschrieben: Mi, der 26. 06. 2019,11:29 QUOTE

Hallo zusammen,

im modernen Modellbau ist die Zeit von „Generalwashings“ vorbei – zumindest seh ich das so. Meines Erachtens lässt sich ohne gezielte Anwendung kaum ein Effekt wirklich gut kontrollieren und kann das Endergebnis negativ beeinflussen. Das Modell kann zu dunkel werden, lackierte Farbnuancen verschlucken oder das Modell gänzlich versauen.

Moderne Lösungen sind gezielte Effektanwendungen – vlt. sehr ihr das anders und man kann darüber diskutieren. Möglicherweise bin ich auch einfach zu blöd für andere Wege.

Hier möchte ich euch heute mal eine Möglichkeit des von mir praktizierten gezielten Pin Washings, also eines gezielten Wash´s in Vertiefungen und um Konturen herum, zeigen.

Oftmals werden die Modelle vor dem Wash mit einem Glanzlack oder Bodenversiegelung versehen, hier zeigt sich aber meistens schon eine Verdunklung der Lackierung.

Was brauchen wir:

Wir benötigen einen Pinsel zum Auftragen von White Spirit / Verdünner, einen Pinsel zum Auftragen des Washings und einen sauberen Pinsel zum säubern, quasi der Radiergummi. Außerdem eine Verdünnung ( ich nutze White Spirit ) und ein passendes Washing. Ob nun fertig oder selbst gemischt soll jedem selbst überlassen sein.



Wir benetzen die bearbeitende Fläche mit etwas Verdünner:



Danach bringen wir dort das Washing auf, der Kapillareffekt sorgt dafür, dass die Brühe da landet wo wir sie haben wollen:





Hierzu sollte dieses ein wenig angetrocknet sein, im allzu frischen Zustand zieht man sich hier gerne wieder aufgebrachte Farbbrühe aus den Vertiefungen.

Den Flachpinsel benetzen wir mit Verdünnung und streifen Ihn kurz über ein Küchentuch, er sollte feucht sein, jedoch nicht nass und vor allem keine Verdünnung abgeben.

Nun kann man die Flächen versäubern, das ganze funktioniert ähnlich wie ein Radiergummi. Damit kann man die Effekte sehr gut kontrollieren.



Hier noch die eben bearbeitete Laufrolle neben den bereits gestern gemachten:




Das ganze ist recht einfach, es braucht ein wenig Geduld und vlt.  ein ganz klein wenig Übung, ist aber definitiv für jeden umsetzbar.

Beim hantieren mit Verdünners, Farbe etc. sollte man natürlich auch ein paar Grundkenntnisse über die Eigenschaften der benutzten Farben haben. Wer wie ich grundsätzlich zur Lackierung Acrylfarben nutzt kann den Weg ohne Zwischenversiegelung so gehen.



Ich hoffe das ganze ist halbwegs verständlich und ich kann nur jeden ermuntern es mal auszuprobieren - es ist wirklich sehr einfach.



Liebe Grüße

Dave :1:


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Das (K)Leben ist zu kurz für schlechte Bausätze
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DerDurststrecke Online
Leutnant




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Seit: 09 2004
    Geschrieben: Mi, der 26. 06. 2019,13:49 QUOTE

Moin Dave - schöner Beitrag, kurz und knapp ohne viel Firlefanzerei.

Das wird sicher dem einen oder anderen gut helfen!

Gruß Rolf


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"Ok, es ist ein Nischenhobby - aber Hauptsache weg von der Straße...!"

https://modellbauwittmund.jimdofree.com
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Steffen.B. Offline
Major




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Seit: 03 2008
    Geschrieben: Mi, der 26. 06. 2019,14:37 QUOTE

Wunderbar. Da hast du eine sehr schöne Anleitung geschrieben.  :5:
Mit dem Wash sehe ich es im Übrigen ebenso wie du. Ich war noch nie ein Fan davon, das ganze Modell in Brühe zu tauchen, eben weil die davon so dunkel werden. Was dann wieder künstlich und unrealistisch wirkt. Pinwash genügt völlig.  :18:
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Panther Offline
Stabshauptmann




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Seit: 01 2002
    Geschrieben: Mi, der 26. 06. 2019,15:00 QUOTE

Salü,

freut mich das der Beitrag Anklang findet.
Leider kann man ja nicht editieren - daher hier noch ein paar Anmerkungen:

Ich hatte etwas unsauber gearbeitet, damit das korrigieren etwas besser zu sehen ist.
Grundsätzlich sollte man das ganze mit etwas Ruhe angehen, dann wird sich der Aufwand des retouchierens im Nachgang auf ein Minimum reduzieren.

Es steht auch im Beitrag - aber evt. überliest man es bzw. macht sich da wenig Gedanken drüber:

Bei der Lackierung mit Acrylfarben ( Tamiya, Vallejo & Gunze kann ich garantieren, Revell Aqua etc. nicht ) braucht es NICHT ZWINGEND eine Versiegelung. Der VErdünner wird die Farbe nicht angreifen. Wer jedoch noch Old School mit Umbrol, Revel Enamel und anderen Lackbasierten Farben auf Verdünnerbasis bemalt, sollte unbedingt eine Schicht Klarlack oder Versiegelung auf Acrylbasis auftragen. Der Verdünner bzw. das White Spirit würde die Grundlackierung angreifen.

Bei der Nutzung der matten Tamiya ( XF-Serie ) bzw. Gunze Farben kann man einen Schuss Clear beimischen - dadurch erhält man einen schönen seidenmatten Auftrag, in Kombination mit dem hier vorgestellten Weg ist es nahezu ausgeschlossen das sich das Washing in die Fläche verteilt und dort festsetzt.


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Profile PM 
Obergefreiter Offline
Stabsunteroffizier




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Seit: 01 2017
    Geschrieben: Mi, der 26. 06. 2019,15:35 QUOTE

Danke Panther, stimme dir voll und ganz zu.  :)

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Steffen.B. Offline
Major




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Beiträge: 2473
Seit: 03 2008
    Geschrieben: Mi, der 26. 06. 2019,17:04 QUOTE

Welches "Clear" mischt du mit bei, jeweils das markeneigene ?
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Panther Offline
Stabshauptmann




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Seit: 01 2002
    Geschrieben: Mi, der 26. 06. 2019,18:03 QUOTE

Aloha Steffen,

den M10 Ersatz habe ich mit dem Olive Drab Set von Vallejo lackiert - die Farben sind eigentlich schon perfekt und trocknen leicht seidenmatt auf.

Bei Tamiya und Gunze nehm ich jeweils den vom jeweiligen Hersteller, aber die Farben und Lacke sind untereinander kompatibel. Für Tamiyya ist das die X-22, bei Gunze H30.
Wie gesagt, X-22 in Gunze funzt auch, ebenso umgekehrt. Wenn man aber partout nix falsch machen will bleibt man bei einem Hersteller.


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Profile PM 
6 Antworten seit Mi, der 26. 06. 2019,11:29 < Älteres Thema | Neueres Thema >

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