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Thema: Admiral Graf Spee30. Juni 1934, Trumpeter Gurke in 1:700< Älteres Thema | Neueres Thema >
ch hoeltge Offline
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Gruppe: Moderatoren
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Seit: 11 2002
    Geschrieben: Mo, der 24. 04. 2017,20:44 QUOTE

Hi,

hier ist nun meine neuster Bausatz, leider habe ich diesmal einen Bausatz vom Trumpeter C-Team bekommen.
Dennoch machte der Bau Spass und mir gefiel an dem Schiff die Einfachheit und vieles erinnerte noch an Schlachtkreuzer aus dem Ersten Weltkrieg.



Die Admiral Graf Spee war das dritte Schiff der Deutschland Klasse. Diese wurde als Ersatz für die alten nach Ende des Ersten Weltkrieges verbliebenden Schiffe gebaut. Diese durften allerdings nur eine maximale Verdrängung von 10000 t haben. Dabei hatte man die Wahl zwischen einen langsamen und stark gepanzerten Schiff zur Küstenverteidigung oder einen leicht gepanzerten schnellen Kreuzer. Letztendlich entschied man sich auf ein Schiff in Kreuzer Größe allerdings mit zwei 28 cm Drillingstürmen. Dazu kam erstmalig für Schiffe dieser Größe ein Dieselantrieb dazu, der einen großen Aktionsradius ermöglichte. Damit und den Geschützen war man kurzzeitig schneller als stärker bewaffenete Schiffe und stärker bewaffnet als schnelle Schiffe. Wobei die schnellen Schlachtschiffe der Kongo Klasse und die britschen Schlachtkreuzer Hood, Renown und Repulse davon ausgenommen sind.
Die Bewaffnung bestand aus den erwähnten zwei 28 cm Drillingstürme. Dazu kamen als Sekundärbewaffnung acht 15 cm Geschütze in Einzeltürmen. Die FlaK-Bewaffnung bestand drei 10,5 cm in Zwillingstürmen und vier 3,7 cm in Zwillingslaffeten. Dazu kamen noch 20 mm Flak in Einzelaffete, wo aber die Anzahl zwischen acht bis 12 schwankt.
Zusätzlich hatte die Graf Spee noch zwei Vierfachwerfer für 53,3 cm Torpedos am Heck.
Zur Aufklärung waren anfangs zwei Heinkel He-60D und später zwei Arado Ar-196 an Bord.







Die Admiral Graf Spee hatte ihren Stapellauf am 30. Juni 1934 und wurde am 6. Januar 1936 in Dienst gestellt.
Der Name geht auf Vizeadmirals Maximilian von Spee zurück, der im Ersten Weltkrieg das Ostasiengeschwader kommandierte und in der Schlacht von den Falklandinseln 1914 samt den Großteil des Geschwaders unterging.
Den ersten Einsatzt hatte die Graf Spee 1937 während des spanischen Bürgerkrieges. Dabei beschoß die Graf Spee die spanische Stadt Málaga.
Ebenso nahm SIe an der späteren Seeblockade zur Einhaltung des Waffenembargos teil.
1937 war auch die Krönung des englischen König Georgs VI und die Graf Spee nahm an der internationalen Flottenparade in Spithead teil.







Da der zweite Weltkrieg doch nicht so überraschend begann, wurde die Graf Spee schon im August 1939 in den Atlantik geschickt um bei Kriegsausbruch Kapernfahrten zu unternehmen. Dazu war die Graf Spee als erstes Schiff der Kriegsmarine mit einen Radar ausgestattet. Dies sollte beim Aufspüren von Handelsschiffen sich als hilfreich erweisen.
Offiziel begann man mit der Kapernfahrt ab den 26. September 1939. Dabei konnten bis zum Dezember 1939 insgesamt neue britische Schiffe mit einer Verdrängung von 50.089 Bruttoregistertonnen versenkt werden. Die Fahrt führte neben dem Atlantik auch in den Indischen Ozean.
Versorgt wurde die Graf Spee dabei von dem Trossschiff "Altmark".





Das Modell ist die Gurke von Trumpeter mit einigen schweren Fehlern und von einer miserabelen Kunststoffqualität.
Dazu ist die Detailierung des Spritzlings mit den Kleinteilen wie den Beibooten unterirdisch. Aber der Reihe nach, viele der Aufbauten sind mehrteilig ausgeführt. Dies führt zu einer guten rundum Detailierung der Aufbauten.
Allerdings habe alle Teile noch rundum Fischhäute und dies führt zu größeren Nacharbeiten. Nach dem Zusammenbau der einzelnen Aufbauten folgen dann noch Spachtelarbeiten. Die Passung ist da nie so gut um dies zu vermeiden. Dies könnt allerdings zum Modellbauhandwerk und da kann man durch.

Nun zu den Fehlern, die mehr als ärgerlich sind:
- Die achterne Ankerklüse ist verkehrt herum angespritzt, diese müsste gespiegelt sein. Ich behob es indem ich einen Abguss machte und diese neu anklebte.
- Trumpeter hat alle Aufbauten mit einen Holzdeck versehen. Es gibt aber Anzeichen dass nur neben dem Hauptdeck, hinter der Brücke und unterhalb der 10,5 cm FlaK ein Holzdeck war. Der Rest war Stahldeck oder teileweise Linoleum. Ich habe mich da an das Buch "German Naval Camouflage" Band 1 gehalten und die Holzstruktur entsprechend zugespachtelt.
- Der Aufbau vor dem achteren Entfernungsmesser stellt Trumpeter als ein geschlossenes Haus dar. Dies war oben offen, ähnlich dem Stand vor der Brücke. Diese habe ich zu spät bemerkt und nicht behoben.
- Trumpeter stellt das Deck um den Katapult nur bis dessen Mitte dar. Es ging allerdings noch weiter Richtung Schiffsmitte. Diese Info bekam ich auch zu spät um es zu beheben.
- Die Anzahl der Beiboote und Ausführung ist für die 39er Version falsch. Es fehlten die Motorbarkassen neben dem Katapult. Ich habe diese durch welchen aus einen Tamiya Bausatz ergänzt.
-Die Markierungen für das Bordflugzeug aus dem Bausatz sind ebenso falsch. Ich nahm diese aus dem Decalssatz von Peddinghaus.

Zur Verbesserung des Modelles nahm ich noch folgende Zubehörsätze:
- WEM Ätzteilset für die Schiffe der Deutschlandklasse
- Rohre von Aber für die 28, 15 und 10,5 cm Geschütze
- Niedergänge und Anker von Flyhawk Modell
- Für das Bordflugzeug und den Katapultschlitten Ätzteile aus der Restekiste, die von WEM erschienen mir zu groß.
- Luken und Türen von Lion Roar
- die 20 und 37 mm Flak stammt von 3D-Model Parts und ist wunderschön
- Für die Masten gedrehte Rohre von Fivestar und Master und Messingdraht
- Die Takellage entstand wieder aus dem Riggingmaterial von Uschi van der Rosten

Die Lackierung entspricht der Farbtafel aus dem Buch "German Naval Camouflage" Band 1 und stellt die Graf Spee gegen dem 26. November 1939 dar, noch bevor Anbauten zur Tarnung montiert wurden.
Für die Bemalung nahm ich ausschließlich Vallejo Farben. Die Wassergestalltung geschah wieder mit Vallejos Water Effects. Für die Wellen nahm ich diesmal mal Watte. Diese wurde mit Klarlack fixiert. Anschließend kamen mehrere Schichten von NOCH's klaren Modellwasser darüber.





Mehr Text folgt noch.

Gruß Christian


Bearbeitet von ch hoeltge an Mi, der 26. 04. 2017,20:00

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Joefi Offline
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    Geschrieben: Mo, der 24. 04. 2017,20:51 QUOTE

Ok,

das mit der falschen Ankerklüse ist mir bekannt . Was gibst denn noch für Fehler ?

Gruß
Jörg
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ch hoeltge Offline
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    Geschrieben: Di, der 25. 04. 2017,20:11 QUOTE

Hi Jörg,

ich habe da einiges ergänzt zum Modell und den Fehlern :31: .
Da sind sicherlich noch mehr, ich bin aber nicht der letzte Nietenzähler.

Gruß Christian


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2 Antworten seit Mo, der 24. 04. 2017,20:44 < Älteres Thema | Neueres Thema >

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