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Thema: Dragon 6406 Tiger I Late Production< Älteres Thema | Neueres Thema >
LowBudget Offline
Oberfeldwebel




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    Geschrieben: Do, der 07. 03. 2019,16:06 QUOTE

Hallo Zusammen,
der Ein oder Andere hat es vielleicht schon in der Kantine gesehen, nach rund 12 Jahren Abstinenz vom Modellbau hat mich das Fieber wieder gepackt.
Für das erste Model fiel die Wahl recht klassisch auf einen Tiger I.
Die Qualität von Dragon ist mir stets in guter Erinnerung geblieben, das Grenzte die Auswahl an Herstellern bzw. Kits schonmal ein.
Die Wahl fiel am Ende auf das Set 6406 Tiger I Late/Final.
Das Set war mit 45€ deutlich günstiger als die restlichen Dragon Sets und mir gefällt die Idee einen Tiger aus der Normandie zu bauen.


Image Model Emporium

Diesen Thread möchte ich nutzen um meine Frage zu dem Model zu sammeln. Ähnlich wie es Steffen23 schon einmal hier gemacht hat.

Danke Steffen für den Tipp mit der Einzelgliederkette!

Hier nun ein paar Fragen zum Tiger I an sich und zum Bausatz.

1. Mich würde Interessieren, wie sich die neuen/teuren Tiger I Kits (z.B. Tiki, early 43) von Dragon zum Set 6406 unterscheiden. Sind die neuen Kits besser Ausgestattet oder Detaillierter?
Hier freue mich auch gerne über Links zu dem Thema.

2. Welcher Tiger 1 Bausatz ist aktuell das non plus ultra?
Der late Tiger von AFV Club, hat ebenfalls mein Interesse für die Zukunft geweckt. Kann der mit Dragon mithalten oder ist er sogar "besser"?

3. Wo findet man online Infos um sich über die Unterschiede zw. early, mid, late und finale Version zu informieren?
Ich bau den Tiger aus Spaß an der Bastelei, mir fehlt daher noch das historische und technische Hintergrundwissen.
Mich interessiert hier vor allem gerade der Unterschied zw. der Late und Final Version. Der Bausatz gibt die Möglichkeit beides zu bauen und bei den unterschiedlichen Laufrädern konnte ich erstmal keinen Unterschied feststellen.  :blush

4. Dem Bausatz liegen zwei verschiedene Option für die Turmoberseite bei. Die Einteilige Variante und die finale Version mit der Schweißnaht.
Weiß jemand wodurch diese Änderung am Tiger I entstanden ist?
Hatte die zweiteilige Variante technische Vorteile oder war es schon ein Anzeichen für Probleme bei der Produktion?



5. Sollte man die Abdeckungen für die Abgasanlage erst nach der Lackierung montieren oder kann man die getrost jetzt auch schon anbringen? Wie handhabt ihr das?




6. Damit der Wiedereinstieg in das Hobby nicht zu hart wird und die Freude am bau überwiegt, werde ich auf Zimmert bei dem Model verzichten.
Gab es denn späte Tiger I in der Normandie ohne die Beschichtung?
Diese würde ich dann als Referenz nutzen.

7. Wurde der Wagenheber am Heck des Tigers einfach mit lackiert oder ist dieser unlackiert bzw. Metallfarben?


Das war es für's erste von meiner Seite, ich freue mich auf eure Antworten.

Beste Grüße
Stephan
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Nornagest Offline
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    Geschrieben: Do, der 07. 03. 2019,18:27 QUOTE

Hallo Stephan,

ich empfehle dir einen Baubericht zu starten. Da guckt "man" eher rein und die Tipps sind dann auch mehr.

Also ich versuche immer irgendwie Baugruppen zusammenzustellen. Dann ist das mit dem bemalen natürlich leichter..
Die Stangen für die Abdeckuck am Auspuff ersetz ich durch Draht, ist filigraner, als die Plastiksäulen.

Nö in dem Zeitraum Juni. Juli und August 44 gabs nichts ohne Zimmerit.

Wenn ich du wäre, würde ich erstmal nichts ändern, sondern aus der Box heraus bauen. und den Schweiss in die Lackierung investieren. Das andere kommt dann schon noch. Gerade im Bereich der Lackierung hat sich sehr viel getan.

Gruß
Achim


Gruß
Achim


Bearbeitet von Nornagest an Do, der 07. 03. 2019,18:36

--------------
Ein paar Modelle wollt ich bauen. jetzt bin ich damit soweit im Rückstand, das ich wohl ewig klebe.
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Steffen.B. Offline
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Seit: 03 2008
    Geschrieben: Do, der 07. 03. 2019,18:43 QUOTE

Hallo Stephan.

Arbeiten wir uns mal durch deine Fragen:

zu 1)
Die DRAGON Tiger I Bausätze unterscheiden sich im Wesentlichen in der Ausstattung. Soll heißen, man kann damit verschiedene Baulose des Originals abdecken. Im Detail liegen da jeweils nur geänderte Spritzlinge bei.
Manche der späten Tiger I von DRAGON sind ohne Zimmerit erscheinen, manche Auflagen der späten DRAGON Tiger I haben das Zimmerit schon angegossen.
Von der Qualität / Detaillierung her bewegen die sich alle auf dem gleichen Niveau.
Je nach Auflage liegen entweder Einzelgliederketten (die heißen bei DRAGON "magic tracks") oder Gummiketten (bei DRAGON 'Dragon DS tracks" genannt) bei. Soweit so gut. Den DRAGON Tiger I 'magic tracks' fehlen die offenen Führungszähne und die DS track biegt sich zwischen den Triebrädern durch. Zudem hat das DS Material die unschöne Eigenart sich nach gewisser Zeit zu zerbröseln. So oder so ; man braucht vernünftigen Ersatz vom Zubehör-Markt.

zu 2)
DRAGONs Tiger I sind top. Dafür aber kompliziert aufgebaut und teuer.
AFV Club bietet nur den späten Tiger I an, in verschiedenen Auflagen als Befehlstiger oder mit Transportketten für die Bahnverladung. Es ist im Grunde immer der gleiche Bausatz. Auch der AFV Club Tiger I ist super und etwas angenehmer zu bauen als die von DRAGON.
Als Newcommer hat Rye Field Models den Markt im Jahr 2015 betreten und seither diverse Tiger I Bausätze auf den Markt gebracht. Diese sind denen von DRAGON oft überlegen, mindestens jedoch gleichwertig. Ihnen liegen wunderbare voll bewegliche Plastik- Einzelgliederketten bei. Preislich liegen diese Bausätze unter denen von DRAGON.
Andere Anbieter von Tiger I Bausätzen kann man mittlerweile eigentlich vernachlässigen.

zu 3)
Die Bezeichnungen "early", "mid" und "late" sind eine reine Erfindung der Bausatz-Anbieter und machen absolut keinen Sinn. Denn beim Tiger I gab es in jedem einzelnen Produktionsmonat äußerlich sichtbare Änderungen. Wo will man da die Grenze zwischen früh, mittel und spät ziehen ?
Zur Übersicht über diese Änderungen seien diese Seiten empfohlen:
http://tiger1.info/ (Physical Index - da geht es um das Original, währen man unter Scale Model Kits die Bausatzbesprechungen findet)
http://www.alanhamby.com/tiger.html Bietet eine schöne Aufarbeitung des Themas für Modellbauer und/oder Interessierte)

zu 4)
Im März 1944 bekam der Tiger I ein einteiliges Tumdach mit 40mm über die ganze Dachfläche (Bauteil E2).
Ab Mai 1944 wurde das 40mm Dach zweiteilig gefertigt (Bauteil E1), es war schlicht eine Produktionsvereinfachung. Es war einfacher und schneller das Turmdach aus zwei 40mm Platten zusammen zu schweißen, als eine 40mm Platte zu biegen.
Das ist der einzige Unterschied zwischem einteiligem und zweiteiligem 40mm Turmdach.
Zu erwähnen wären noch die drei sogenannten "Pilze" (die drei kurzen Rohrstücken) auf dem zweiteiligen 40cm Dach. Es gab im Mai 1944 ein paar Fahrzeuge mit zweiteiligem Dach, welche diese "Pilze" noch nicht hatten.

zu 5)
Du meinste die Abdeckbleche ? Am Original sollten die bei Nacht das verräterische Leuchten von heiß glühenden Auspuffen verdecken.
Laß sie ab und bring sie erst nach erfolgter Lackierung / Alterung an. Du kommst sonst nicht an die eigentlichen Auspuffe heran.

zu 6)
"Späte" Tiger I müssen zwingend Zimmerit haben ! Ohne geht es nicht.
Das Zeug muss man heute aber nicht mehr selber machen. Es gibt dazu wunderbares Resin-Zubehör von ATAK und CAVALIER. Das sind hauchdünne Zimmerit Platten, welche einfach nur aufgeklebt werden. Komplexere Bauteile liegen diesen Sets als Bauteil bei, welches man einfach nur eins-zu-eins gegen das Bausatz-Teil austauscht.

zu 7)
Die Stahlwinde (gemeinhin als Wagenheber bezeichnet) war in Wagenfarbe lackiert. Das heißt, bis Februar 1943 in RAL7021 Dunkelgrau, danach in RAL7028 Dunkelgelb.
Das war der Auslieferungszustand. Wurde der Panzer im Felde neu lackiert bzw. abgetarnt, dann wurden Ausrüstungsgegenstände am Panzer gern mal mit überlackiert. Im Felde machte man sich nicht immer die Mühe vor dem Lackieren die Bordausrüstung abzunehmen.


Bearbeitet von Steffen.B. an Do, der 07. 03. 2019,21:28
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LowBudget Offline
Oberfeldwebel




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    Geschrieben: Do, der 07. 03. 2019,20:42 QUOTE

Hallo,
und danke für die Antworten, das hat mich schon ein gutes Stück weiter gebracht.


Zitat
Wenn ich du wäre, würde ich erstmal nichts ändern, sondern aus der Box heraus bauen. und den Schweiss in die Lackierung investieren. Das andere kommt dann schon noch. Gerade im Bereich der Lackierung hat sich sehr viel getan.


Da bin ich in der Tat gar nicht mehr im Thema und bin mal gespannt, wie schnell ich wieder warm werde mit der Airbrush. Getestet wird dann an alten Modellen, bevor es an den Tiger geht.



Zitat
zu 2)
DRAGONs Tiger I sind top. Dafür aber kompliziert aufgebaut und teuer.
AFV Club bietet nur den späten Tiger I an, in verschiedenen Auflagen als Befehlstiger oder mit Transportketten für die Bahnverladung. Es ist im Grunde immer der gleiche Bausatz.


Gerade heute hat sich bei den Scharnieren für die mittlere Motorabdeckung gezeigt, wie kompliziert Dragon ist.
Die 3x3mm große Vorrichtung wurde aus drei Teilen zusammengebaut. Das war nicht ohne, zumal es dann nicht in die passende Einlassung passte.
Das AFV Model klingt sehr gut und wird nach dem Dragon Set einmal genauer ansehen.



Zitat
http://www.alanhamby.com/tiger.html Bietet eine schöne Aufarbeitung des Themas für Modellbauer und/oder Interessierte)


Super Seite, danke für den Link!

Auch die Infos zur Dachkonstruktion und der Rest hat mich gut weitergebracht. Nochmal Danke dafür.

Die Stahlwinde wird jetzt direkt ans Fahrzeug gebaut und direkt mit lackiert.
Der Tiger hat an sich schon eine Menge an Zubehör, das per Hand bemalt wird, da freut man sich über jedes Bauteil das in einem Rutsch mit geairbrusht werden kann.
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Steffen.B. Offline
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    Geschrieben: Do, der 07. 03. 2019,21:40 QUOTE

Damit du mal eine Vorstellung hast, nachfolgend Bilder von den ATAK Zimmerit Sets für den AFV Club und den DRAGON Bausatz. Das ist wirklich ein super Zubehör. Damit hat man sein Modell in wenigen Minuten mit Zimmerit versehen.
Du baust den Korpus von Wanne und Turm, dann das ATAK Zimmerit und schließlich die ganzen Anbauteile des Bausatzes. Denkbar einfach. Manche verwenden gelförmigen Sekundenkleber, andere verwenden ganz normalen Modellbaukleber - funktioniert beides. Man sollte nur die Rückseite, also die Klebefläche, mit feinem Sandpapier leicht anrauen, damit der Kleber greifen kann.
Beiden ATAK Sets liegt das Turm Zimmerit doppelt bei, jeweils 1x mit feinem oder groben Zimmerit Muster. Am Original gab es je nach Vorbild beides.




Bildquelle beide : atakmodel.istore.pl


Bearbeitet von Steffen.B. an Do, der 07. 03. 2019,21:41
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Joefi Offline
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    Geschrieben: Do, der 07. 03. 2019,23:01 QUOTE

Ich poste mal einen Link mit einigen Tipps zum Kit:

http://tiger1.info/models/products-page/DR6406
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LowBudget Offline
Oberfeldwebel




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Seit: 09 2004
    Geschrieben: So, der 10. 03. 2019,13:54 QUOTE

Hallo Zusammen,
weiter geht es mit dem Tiger.

Zitat

Ich poste mal einen Link mit einigen Tipps zum Kit:
http://tiger1.info/models/products-page/DR6406


Danke für den Link, da waren noch ein paar nützliche Tipps mit dabei!


Zitat

Damit du mal eine Vorstellung hast, nachfolgend Bilder von den ATAK Zimmerit Sets für den AFV Club und den DRAGON Bausatz. Das ist wirklich ein super Zubehör. Damit hat man sein Modell in wenigen Minuten mit Zimmerit versehen.


Das Atak Zimmerit sieht wirklich gut aus. Fast hätte ich es noch für den Dragon Bausatz geholt, werde es aber nun zukünftig mit dem AFV Set ausprobieren.

Es gibt wieder ein paar allgemeine Fragen zum Bau des Sets, für Jilfe bin ich dankbar.

1. Wann montiert ihr das Werkzeug auf der Wanne?
Erstmal wurden von mir die Halterungen aus Ätzteilen gebaut. Das Werkzeug wollte ich nach der Tarnlackierung anbringen.
In verschiedenen Bauberichten fällt jedoch auf, dass Leute meistens das Werkzeug direkt montieren und dann am model bemalen. Ich vermute mal, das geht wohl mit ordentlich masking tape.
Wie geht ihr hier in der Regel vor?






2. Die Schaufel (K5) kommt mit vorgefertigten Halterungen.
Eine Schelle aus Ätzteilen und eine Blanko Schaufel liegen dem Kit ebenfalls bei. Leider fehlt dabei die Halterung am Schaufelende.
Was tun? Schaufelkopf abtrennen und das gute Stück aus zwei Schaufeln zusammen setzen?





3. Die Stange K2 kommt ebenfalls mit vormontierten Halterungen, als Alternative mit Ätzteilen wird Bauteil TA 2 Angeboten, welches jedoch deutlich kürzer ist.
Hier die Frage, welche Stangen war die gängigere Ausführung?



4. Dem Bausatz liegen schöne Stahlseile bei, zur besseren Darstellung. Leider sind diese aber etwas garstig in Form zu bringen. Gibt es hier einen Tipp, wie man die Spannung der Seile bändigen kann?


5. Habt ihr einen Link für detailierte Tarnschemen?
Die 3 Seiten Ansichten in der Anleitung finde ich etwas dürftig. Da würde ich gerne mit vollständigen Plänen arbeiten.

6. Gibt es einen Service, wo man Airbrushpistolen leihen kann?
Der alte Kompressor war im Keller zu finden aber die Pistole ist nichtmehr auffindbar. Ungern würde ich sofort die 160€ für die Evolution SILVERLINE investieren und mich erstmal  kostenschonend wieder an das Thema ran tasten.


Beste Grüße und einen schönen Sonntag
Stephan
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Rafael Neumann Offline
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    Geschrieben: So, der 10. 03. 2019,17:29 QUOTE

Hallo Stephan,

ich nehme die Nummerierung an und sage mal was zu diesen Punkten:

zu 2)
Du bekommst auch Sets für die Werkzeughalterungen, also z.B. Aber-Model 35A-03 oder 35A-04. Das hängt davon ab, für welche Periode Du das Werkzeug benötigst. Die Schaufel hatte früher die Halterung, wie sie auch im Bausatz umgesetzt wurde - sozusagen als "Schuh". Später war es nur ein Flachprofil.

Wenn Du keine zusätzlichen Ätzteile kaufen möchtest, kannst Du Dir die Arbeit mit der Schaufelhalterung sparen, machst nur die Werkzeugklemme vom Griff ab und nimmst das Bausatzteil. Oder Du schneidest die Schaufelhalterung aus dünnem Teelichtblech aus und formst sie entsprechend an.

zu 3)
Die Länge der Brechstange hatte nichts damit zu tun, welche "gängiger" ist, sondern wann diese eingesetzt wurde. Auch hier hat sich - genau wie bei der Anordnung der Werkzeuge auf dem Fahrzeug - immer zeitlich etwas verändert.

zu 4)
Die Stahlseile bekommst Du gefügiger, wenn Du diese ausglühst. Falls Du keinen Brenner hast, geht auch die Flamme eines Teelichts.

Grüße
Rafael


Bearbeitet von Rafael Neumann an So, der 10. 03. 2019,17:34

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Wenn ich mal sterbe, hoffe ich, dass meine Frau die Bausätze nicht zu den Preisen verkauft, die ich Ihr genannt habe ...
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Steffen.B. Offline
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Seit: 03 2008
    Geschrieben: So, der 10. 03. 2019,22:22 QUOTE

zu 1)
Nix Masking Tape ... das geht nur in die Hose.
Bei den neueren Bausätzen sind die angegossenen Werkzeug-Halterungen schon ganz gut. Da quäle ich mich nicht mit geätzten Halterungen herum. Einzig die offenen Bügel der angegossenen Halterungen schabe ich etwas dünner. Diese Werkzeuge werden direkt an Modell geklebt. Dabei achte ich penibel nur an den Klebepunkten mit wenig Kleber zu arbeiten. Die Detailbemalung der Werkzeuge gelingt dann einfach, indem man Stücken von Papier unter die Werkzeuge schiebt. So kann man diese entspannt bemalen, ohne dass das Tarnkleib des Panzers Farbe abbekommt.
Verwendet man geätzte Halterungen, dann nur bewegliche. Da kann man die Werkzeuge erst nach Lackierung und Alterung des Modells anbringen und die Halterungen wie am Original schließen.

zu 2)
Die Halterung für das Schaufelblatt liegt bei, sie besteht aus den Ätzteilen MB6 und MA7. Schau im Bauplan  in dieser Baustufe auf die kleinen Kästchen. Da wird unter Anderem auch der Zusammenbei der Schaufel mit den geätzten Halterungen gezeigt.
Ansonsten :
Schneide an der Schaufel K5 einfach vorsichtig mit einem frischen Skalpell nur die Schelle weg und nutze an deren Stelle die geätzte Schelle.

zu 3)
Verbaue K2 und schabe den offenen Bügel der Schelle einfach nur etwas dünner. Da ragt am fertigen Modell der Turm drüber und man sieht es 'eh kaum.

zu 4)
Wie Rafeal schrieb ; ausglühen hilft. Hier aber vorsichtig sein und das Seil nicht einrußen lassen. Auf dem Ruß hält nachher keine Farbe und man bekommt den auch kaum ab, da er sich in die Ritzen setzt.
Alternative :
Die wunderschönen Sei Sets von Eureka. Das sind deutlich feinere Seile aus Kupfer und mit erstklassig detaillierten Seilkauschen aus Resin. Da können die DRAGON Seile nicht mithalten.
In dem Set sind zwei Abschleppseile sowie das dünne Kettenaufzieh-Seil. Erhältlich bei den üblichen Online-Händler, wie bspw. https://www.dersockelshop.de

Bildquelle beide : eurekaxxl.com

zu 5)
Da wirst du kaum Glück haben. Die meissten originalen Vorlagen sind nur in einer Ansicht bekannt. Hin und wieder hat man Glück und von einem Original sind zwei Seiten fotografiert worden. Und nur in höchst seltenen Fällen ist ein Original rundherum fotografisch dokumentiert.
Das heißt, bis auf diese seltenen Ausnahmen sind alle 3-Seiten-Farbschemas "kreative Kunstwerke" des Zeichners.
Daher hat man bei den Tarnschemen immer irgendwo auch zwangsläufig künstlerische Freiheiten.

zu 6)
Mir ist nicht bekannt, dass es eine solche Ausleih-Möglichkeit gibt.
ABER :
Bei ebay bekommt man sehr günstig Airbrushes. Das sind die, welche unter Modellbauern  gemeinhin als "China-Airbrushes" bezeichnet werden. Für den Wedereinstieg bzw. zum Üben genügen die aber voll auf. Schau mal : https://www.ebay.de/itm....~pcNrCS
Etwas weniger als 13€ für eine neue Airbrush mit gratis Versand von einem deutschen Händler.
Oder dieses Set : https://www.ebay.de/itm....kWaey1Q Unter 25€ und man hat schon etwas Zubehör wie einen Luftdruckschlauch mit dabei.
Ich denke mal, günstiger wird man auch nicht ausleihen können.  ;)
Ich kenne sogar sehr gute Modellbauer, welche nur mit solchen günstigen Airbrushes arbeiten und damit absolut geniale Lackierungen zaubern.. Diese "Billig-Pusten" werden dann halt 1x jährlich ober bei Defekt gegen eine neue ausgetauscht.
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Leopard 2 Mann Offline
Hauptfeldwebel




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Beiträge: 751
Seit: 04 2010
    Geschrieben: Mo, der 11. 03. 2019,20:59 QUOTE

Hallo,

zu Punkt 6: Wenn du nicht gleich in eine Airbrush investieren möchtest, kannst du ja mal schauen, ob es Modellbauer oder einen Modellbauverein in deiner Gegend gibt. Ich habe mich vor dem Kauf meiner aktuellen Airbrush erst mal im Verein informiert und durfte auch verschiedene Modelle der Kollegen ausprobieren. Billigairbrush aus der Bucht oder vom König geht auch, sehe ich aber nicht als zielführend an.

Punkt 1: Kommt immer auf das Modell an, den Weg von Steffen nutze ich auch recht häufig. Das nachträgliche anbringen von Werkzeug setzt saubere/farbfreie Klebeflächen voraus. Etwas Papier unter das zu bemalende Werkzeug und vorsichtig bemalt reicht meist aus.

Zu Punkt 4: Die Stahlseile aus dem Bausatz solltest du ersetzen. Wenn dir fertige Seile z.B. Eureka zu teuer sind kannst du auch Kupferlitze verwenden.

Punkt 5: Da muss ich mich meinen Vorschreibern anschließen. Als Anhaltspunkt kannst du fertig Masken, z.B. J´s Work als Vorbild nehmen oder auch kaufen und benutzen. Auf vielen Bildern lassen sich die Tarnverläufe aber nicht vollständig nachvollziehen, so das du immer einen Interpretationsspielraum hast.

Gruß Alexander :biggrin


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Oberfeldwebel




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Beiträge: 666
Seit: 09 2004
    Geschrieben: Fr, der 12. 04. 2019,21:53 QUOTE

Servus Zusammen,
der letzte Post ist einen Monat her aber es hat sich viel am Model getan.
Erstmal danke für die ganzen Antworten auf meine Fragen.
Alle Infos haben mich ein gutes Stück weiter gebracht und von daher gibt es heute auch ein paar Fotos vom Model.

Wie von euch empfohlen habe ich die Werkzeuge und Seile vor dem Lackieren nun doch direkt ans Model geklebt. Der Trick ein Stück Papier unter die Teile zu legen, wenn es an die Detailbemalung geht war super.

Die beiliegenden Stahlseile habe ich dabei noch durch die von Eureka ersetzt.
Diese ließen sich wunderbar in Form bringen, waren mit weniger als 4€ echt günstig und sehen super aus.
Zudem habe ich dem Tiger noch die Ryefield Einzelgliederkette gegönnt, die wird an den langen Ostertagen gebastelt.



Das Thema Airbrush war dann schon was kniffliger.
Erstmal habe ich mich für eine günstige Gun von Ebay entschieden.
Die macht auch ihren Job aber das Spritzmuster fein zu halten war nicht so einfach. Da der erste Anstrich nicht überzeugte folgte eine Orgie mit Backofenspray damit der Lack wieder runter kam.
Ätzende Arbeit aber time well spent.
Hier und da ging die Farbe allerdings nicht vollständig ab, das sieht man nun beim neuen Anstrich aber diese Struktur verbuche ich als interessantes Detail. ;)

Im zweiten Anlauf wurde mit Revell dunkelgelb aus der Dose grundiert, die Tarnflecken erfolgten mit Tamiya Acryl.
Anschließen wurde das Muster wieder verfeinert indem ich das Gelb nochmal mit Tamiya Yellow nachgesprüht habe.
Versiegelt wurde das Modell zum Schluß mit Rallye Klarlack aus dem Baumarkt.

Für das Holz wurde Revell Aquacolor benutzt. Das wird auch das erste und letze mal gewesen sein, die Farbe nervt massiv und lässt sich schlecht auftragen.
Bei den Metallelementen wurde mit Tamiya Dark Iron grundiert und mit AK Gunmetal trocken gemalt. Mit dem Effekt bin ich zufrieden.

Gleichzeitig hab ich das Dark Iron fürs grobe Trockenmalen benutzt.
Anfangs sollten damit nur Kanten betont werden, dann bin ich aber etwas in Rage gekommen und hab dem Fahrwerk die volle Ladung verpasst und noch einige Kratzer und schlieren über das Model gezogen.
Im Nachgang etwas viel aber mir gefällt der Used Look.

Bald erfolgt dann das Washing. Geplant ist, das ganze Model mit Brown Wash for German Dark Yellow zu überziehen. Ich hoffe der Tiger wird damit nicht zum dunklen Schattenkrieger.



Dazu noch eine Frage:
Sollte man die Decals vor oder nach dem Washing anbringen?
Ich befürchte die MIG Mischung wird die Decals zerbröseln lassen.

Nun aber der aktuelle Stand:











Die beiden großen Flecken auf dem nächsten Foto werden nochmal übersprüht, die sind dann wohl doch etwas extrem geraten.




Ganz zum Schluß soll noch mit Pigmenten etwas Staub auf den Tiger und dann war es das auch mit dem ersten Model zum Wiedereinstieg ins Hobby.
Das nächste Projekt wird dann der AFV Club Late Tiger mit Attak Zimmerit.
Im direkten Vergleich zwischen den Dragon und AFV Club Spritzlingen sieht der von AFV nach mehr Bastelspaß aus. Ich bin gespannt!

Zum Abschluß noch eine Frage zum Mattlack. Früher gab es oft ärger mit weißen Flecken. Das lag, glaube ich, an der falschen Mischung aus Tamiya Farbe und dem Verdünner.
Gibt es da mittlerweile Alternative?
Am liebsten wäre mir ein matter Klarlack aus der unkomplizierten Sprühdose.

Beste Grüße
Stephan
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Sergas Offline
Hauptgefreiter




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Beiträge: 104
Seit: 03 2017
    Geschrieben: Fr, der 12. 04. 2019,23:56 QUOTE

Sieht bis jetzt doch ganz gut aus  :7:

Denn Decals macht ein Wash eigentlich nichts aus. Ich mach das immer so:
Nachdem lackieren sprueh ich das ganze Fahrzeug mit Tamiya semi gloss clear (aus der Spruehdose). Dann werden die Decals angebracht und danach sprueh ich das ganze Fahrzeug mit Testors dullcote (wieder aus der Spruehdose), weill der Tamiya Mattlack die Decals angreifen kann.
Das schuetzt die Decals und dadurch lassen sich die Washes auch besser auftragen.
Ich wuerde dir abraten das ganze Fahrzeug mit dem Wash einzustreichen. Mach lieber ein Pinwash. Also anstatt das gesamte Fahrzeug mit dem Wash zu bearbeiten, bearbeite die einzelnen Nietkoepfe, Schweissnaehte usw. Ich persoenlich finde das sieht einfach besser aus.

Das mit denn Klarlack kann einige gruende haben. Wenn man z.B "alte" Materialien nutzt oder auch schlechte lagerung. Mir ist letzten auch passiert das ich weisse flecken auf dem Model hatte. Ich habe woll denn fehler gemacht alle meine Spruehdosen in der Garage zu lagern. Nun lebe ich in Edmonton, Kanada und hier sind -20 grad im Winter keine seltenheit!!

Wenn du nach guten Sprueh-Lacken suchst. Ich kann dir da nur Tamiya semi gloss und Testors dullcote empfehlen. Persoenlich hatte ich damit noch nie probleme. Das problem das ich schon angesprochen habe, lag nicht an dem Material selber... sondern an meiner bloedheit :tounge  

hoffe ich konnte ein wenig helfen.

gruss
David :1:


Bearbeitet von Sergas an Sa, der 13. 04. 2019,00:13
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11 Antworten seit Do, der 07. 03. 2019,16:06 < Älteres Thema | Neueres Thema >

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