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Thema: Dt. Batterien "Crisbecq", "Azeville" & "M, Landungsabschnitte UTAH/ OMAHA< Älteres Thema | Neueres Thema >
Panther Offline
Stabshauptmann




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Seit: 01 2002
    Geschrieben: Di, der 11. 06. 2019,16:37 QUOTE

Hallöle,

weiter geht’s !! Wie schon im letzten Post angekündigt springen wir hier an die Landungsabschnitte der Amerikaner, Omaha & Utah Beach. Beide Strände waren verhältnismäßig stark verteidigt, hier befanden sich auch die stärksten Geschützbatterien im Bereich der Landung. Eine davon ist die hier gezeigte „Batterie Crisbecq“ in St. Marcouf.

Diese war in der Lage, mit Ihrer Vielzahl an Geschützen Utah Beach komplett abzudecken und reichte bis zur Pont du Hoc weiter nördlich. Dementsprechend war es erklärtes Ziel, diese Batterie schnellstmöglich auszuschalten.

Es wurden mehrere Versuche unternommen die Stellung einzunehmen, jedoch ohne Erfolg. Bei einem der letzen Angriffe gelang es in die Stellung einzudringen und sich festzusetzen. Die Deutschen verschanzten sich in den über 20 Bunkern der Anlage und der Kommandant forderte von der in unmittelbarer Nähe liegenden Stellung Azeville ( weiter unten sehen wir uns diese ebenfalls an ) Feuerunterstützung auf die eigene Position. Der Coup gelang und die Amerikaner wurden ein weiteres mal zurück geschlagen.

Allerdings forderten die heftigen Abwehrkämpfe einen hohen Blutzoll, so das die Anlage über Nacht aufgegeben wurde und sich die restliche Besatzung zurück zog.



















Wir befinden uns jetzt in Azeville, einem mehr als verschlafenen Ort, etwas weiter Landeinwärts als Crisbecq. Die Anlage ist in einem hervorragenden Zustand und ausgerüstet mit dem Deutschsprachigen Audioguide kann man sich frei in der gesamten Stellung bewegen. Geschütze gibt es hier keine mehr zu sehen, dennoch kann man hier viel Zeit verbringen wenn man sich den gesamten Guide anhört. Und was dort erklärt wird inkl. der vielen Anekdoten ist mehr als interessant.
























:1:


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Das (K)Leben ist zu kurz für schlechte Bausätze
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Panther Offline
Stabshauptmann




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Beiträge: 2226
Seit: 01 2002
    Geschrieben: Di, der 11. 06. 2019,16:38 QUOTE

Der nächste Besuch geht zur „Batterie Maisy“ – diese liegt genau zwischen Omaha und Utah und war in der Lage, den westlichen Teil von Omaha sowie den Südlichen Bereich von Utah unter Feuer zu nehmen. Die Stellung war Jahrelang verschüttet und wurde erst nach der Jahrtausendwende wieder zufällig entdeckt. Nach und nach freigelegt kann man heute die gesamte Stellung inkl. der meisten Bunker mit einem Deutschen Infoguide besuchen.



























:1:


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daleil Offline
Generalmajor




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Seit: 03 2003
    Geschrieben: Di, der 11. 06. 2019,21:59 QUOTE

Hi Dave,

wahnsinn!  :13:
Tolle Bilder die du uns hier zeigst! Danke für deine Mühen schonmal!

Wirklich eindrucksvoll diese Bunkeranlagen, und sehr interessant diese mal in Farbe zu sehen (und einen Vergleich zu den s/w-Dokus zu haben!;).

Eine Frage: das man die Bunker anmalte zur Tarnung war mir durchaus bewusst, aber sind die gemalten Bäume so tatsächlich auch Bestandteil des Tarnkleids?



Gruß
daleil


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www.daleil.de

Lebenslang Grün-Weiß!
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Panther Offline
Stabshauptmann




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Beiträge: 2226
Seit: 01 2002
    Geschrieben: Mi, der 12. 06. 2019,09:06 QUOTE

Salü Maik,

die Tarnbemalung ist (natürlich) nicht mehr Original, aber sie wurde entsprechend den Vorbildern aufgetragen.
Es gibt von allen Bunkern entsprechende Fotografien die diese Tarnung belegen, leider kann ich momentan nicht mit welchen dienen.

Im Web finden sich kaum Originalfotografien, lediglich diese Seite stellt einige Bunker im heutigen Zustand und nach dem Beschuss des Schlachtschiffs Nevada zum Vergleich:

Batterie Azeville

Nach dem was ich noch weiß waren alle Bunker autenthisch bemalt und entspringen keiner Fantasie.

Sowieso kann man sagen, daß die Museen allesamt um eine sehr authentische Darstellung der damaligen Situation bemühlt sind.
Auch wenn natürlich die Alliierten als Befreier gefeiert werden, es wird in der heutigen Darstellung ganz und gar nicht das im bestimmten Kreisen vorgebrachte Argument der schwarz/weiß - Sicht auf die Deutschen vermittelt bzw. gelebt.

Gruß

Dave :1:


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Steinle Offline
Gefreiter




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Beiträge: 35
Seit: 12 2015
    Geschrieben: Fr, der 14. 06. 2019,07:21 QUOTE

Echt tolle Bilder, da will ich auch irgend wann mal hin, zumindest ist es ein kleiner Traum.

Das die ganzen Anlagen so gut gepflegt werden ist wirklich schön, das die Geschichte nicht zerstört wird. Leider in DE teilweise undenkbar.


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Gruß Eugen
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DerDurststrecke Offline
Leutnant




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Beiträge: 1025
Seit: 09 2004
    Geschrieben: Sa, der 15. 06. 2019,06:55 QUOTE

Tolle Bilderstrecke, ich finde es beeindruckend, welcher Aufwand zum Erhalt der Anlagen und Einrichtungen betrieben wird. Die Motivation dazu ist natürlich mit der Landung und somit mit dem großen Wendepunkt des WK II verbunden.

Für Frankreich ist das nachvollziehbar ne ganz große Nummer.

Aber auch von deutscher Seite wird eine Menge gemacht. So sind zum Beispiel die Objektschützer Lw aus Schortens zusammen mit dem Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge auch dieses Jahr wieder Patenschaftsverband und fahren in die Normandie, um die Soldatenfriedhöfe zu pflegen.

In Sachen Schutzbaue ist das Bunkermuseum in Wilhelmshaven zu empfehlen, neben dem Marinemuseum auch für Modellbauer interessant.

Und auf der Wiese hinter meinem Haus sind noch die Überbleibsel einer Beleuchterstellung der westlichen Flakringes um Wilhelmshaven - mittlerweile vom Bauern umgenutzt zum lagern von Rundballen.

Will sagen, auch bei uns gibt es noch eine ganze Menge aus der Zeit des WK II zu entdecken, auch wenn es nicht ganz so gut erhalten ist wie im Landungsabschnitt.

Es gibt ja auch die Lost-Planes-Freaks, da findet jeder etwas in seiner Region!

Nochmals danke an Dave,

Gruß Dursti
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5 Antworten seit Di, der 11. 06. 2019,16:37 < Älteres Thema | Neueres Thema >

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