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Thema: SMS Lützow, 1/700 von Flyhawk< Älteres Thema | Neueres Thema >
Herr_Bpunkt Offline
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Seit: 03 2010
    Geschrieben: Fr, der 20. 11. 2015,16:50 QUOTE

Hallo,

lange habe ich mich zurückgehalten, ein Schiffsmodell zu bauen. Die nötigen Zurüstsätze, schon allein für die Reling und Leitern, haben mich abgeschreckt. Jetzt habe ich von Flyhawk den Bausatz der SMS Lützow in 1/700 gesehen und wollte ihn sofort haben. Er beinhaltet schon alles, was man an Ätzteilen braucht. Ich habe die Limited Edition bekommen, die sogar noch ein Torpedoboot beinhaltet.

Bevor ich mit dem Bau beginne, will ich hier noch ein Paar Fotos zeigen. Dann werde ich erstmal etwas über das Schiff und die Klasse lesen, dazu habe ich mir noch das Buch "German Battlecruisers of World War One" besorgt, da das für mich absolites Neuland ist.

Hier also ein Paar Bilder:



Die Spritzline nur für die Lützow:



Die Ätzteile:



Ein Paar feine Details:







Ich bin wirklich beeindruckt von der Qualität der Bauteile. Die Ätzteile sind sehr fein, genau wie die Details der Spritzgussbauteile.

Ich hätte auch gleich einmal Fragen an die Experten: In der Bauanleitung ist der hintere Schlot rot angegeben. Im genannten Buch wird das bestätigt, es wäre üblich für Schiffe im Einsatz. Angeblich wurden die Schornsteine auf hoher See umgemalt (in rot), um sie als "im Einsatz" zu kennzeichnen. Vor der Rückkehr wurde es dann wieder in grau umbemalt. Kann das hier jemand bestätigen? Mir erscheint das sehr umständlich... Was für einen Sinn hatte das denn?

Wenn jemand noch eine Quelle für mehr Bilder des Schiffs kennt, bitte sagt bescheid!

Viele Grüße,
Thorsten
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Klaus Lotz Offline
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    Geschrieben: Sa, der 21. 11. 2015,01:29 QUOTE

Hallo Thorsten,

Christian Höltge baut die Lützow von Flyhawks im Moment. Du kannst ihn ja mal fragen. Die Geschichte von dem roten Schornstein ist mir allerdings neu. Zumal ich denke, daß wenn ich einem Schiff auf hoher See begegne es wohl auf jeden Fall im Einsatz ist. Und für die Tarnung wäre es sicher auch ein wenig kontraproduktiv. Aber sicher bin ich mir da nicht, ich habe halt nie davon gehört.

Gruß

Klaus


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Rettet die Wälder, esst mehr Biber
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ch hoeltge Offline
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    Geschrieben: Sa, der 21. 11. 2015,09:51 QUOTE

Ja ich baue diese gerade :D



Ein sehr schöner Bausatz :D .

Zu deiner Frage, ja die Schornsteine wurden bei Einsätzen umbemalt.
Es diente zur Erkennung der eigenen Schiffen und war geheim, deswegen wurde es erst aus See gemacht.
Wenn du dies so umsetzen willst musst, du aber auch das Schiff in Gefechtsbereitschaft bauen. Ich habe dies zu spät mitbekommen und baue meins deswegen in Erprobungsfahrtausrüstung.

Generell gilt, die Reeling auf dem 1. und 2. Deck ist umgelegt.
Bug und Heckfahnenmast eventuell auch.
Keine Boote, dafür Flösse an den Türmen, Seite oder oben drauf.
Da die Lützow ein Flaggschiff war, wurde eventuell doch eins oder zwei mitgeführt, ich tippe auf die mittleren Ruderboote.
Teilweise wurden diese aber auch gezogen, oder aber die Seydlitz hatte diese auf dem Turmdeck.
Dann waren die Davits abgebaut und die Bootskräne hatten keinen Ausleger. Ich weiß nur nicht ob der dann doch auch dem Deck verstaut war.
Die Torpedonetze waren einsatzbereit, also vermutlich schon aufgerollt?
Die Bewaffnung und Scheinwerfer waren auf verschiedene Richtung eingestellt um auf Feinde aus allen Seiten zu reagieren zu können.
Und bevor du die Flaggen anbringst, frage vorher nochmal :D

Dann gabe es noch Änderungen an der Brücke, die aber wohl schon mit der Indienststellung geschahen. Das Haus vor dem gepanzerten Brückenstand war entweder abgebaut oder hatte kein Dach.
Die zwei Häuschen an Back und Steuerbord waren abgebaut und die Admiralsbrücke hatte gschlossene Fenster.

Dazu noch der Fehler in der Anleitung, die Lützow hatte nur 4 8,8 am Heck. Die an der Brücke hatte nur die Derfflinger.

Ich glaube das war es.

Ansonsten das Buch habe ich mir jetzt auch bestellt  :31: .

Und wenn noch Fragen sind, bei mir ist noch alles ganz frisch.


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Herr_Bpunkt Offline
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    Geschrieben: Sa, der 21. 11. 2015,10:48 QUOTE

Hallo,

vielen Dank, Christian! Das muss ich erst einmal nachvollziehen!

Ich habe in dem Buch auch gleich noch ein Foto der Seydlitz nach der Skagerrakschlacht gefunden, auf dem sie den roten, hinteren Schornstein hat (S. 173). Ein Bild der Derfflinger mit rotem Schlot ist auf S. 218 zu finden.

Soweit ich das verstehe (und ich bin echt kein Experte) wurden die Torpedonetze nicht präventiv aufgemacht. Zum einen sprechen die Bilder von Seydlitz und Derfflinger nach der Schlacht dagegen (da gibt es viele in dem Buch), und zum anderen gibt es doch die Geschichte, dass das Netz der Derfflinger fast in die Schrauben gekommen wäre, weil es ungewollt aufgegangen ist. Bitte widerspreche, falls ich hier etwas falsch verstehe.

Das mit der 8,8 habe ich schon gelesen, aber die anderen Umbauten an den Aufbauten sind mir nicht ganz klar. Hast du da Bilder, die das erklären? Und kennst du ein Bild, was die Lützow auf dem Weg zur Skagerrakschlacht zeigt?

Ich hoffe, dass meine Trumpeter-Vitrine heute kommt, dann werde ich die nächsten Tage mit dem Bau anfangen.

Viele Grüße,
Thorsten


Bearbeitet von Herr_Bpunkt an Sa, der 21. 11. 2015,10:50
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ch hoeltge Offline
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    Geschrieben: Sa, der 21. 11. 2015,16:05 QUOTE

Hi,

das Buch bekomme ich erst nächste Woche.
Ich habe die Osprey Bücher zu den Schlachtschiffen und -kreuzern, dort sind leider sehr kleine Bilder drin. Da hoffe ich auf Besserung  :31: .

Zu dem Aufbau, das Teil PE-15 ist der Friedensfahrstand, oder wie es heißt. Da soll zumindest das Dach entfernt worden sein, PE-45.
PE-22 und PE-23 sind die kleinen Häuschen. Da gibt es ein Foto wo man vielleicht sieht, das diese entfernt wurden sind. Aber besonders gut ist die Qualität des Bildes nicht.
PE-29 ist die Admiralsbrücke, wo die Fenster verschloßen wurden.

Generell galt das alle alle Luken verschloßen wurden, es kann daher sein, dass die Bullaugen bei Teil G auch verschloßen werden müssen. Da gibt es aber Sets mit PE Bullaugen.

Ich schau aber nochmal ob ich den Original Beitrag dazu finde.

Gruß Christian


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ch hoeltge Offline
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    Geschrieben: So, der 22. 11. 2015,09:46 QUOTE

Hi,

zum Thema weiße Ringe auf dem Turm.
Getestet wurde dies ab 1915 bei einzelnen Schiffen.
Zur Skaggerrak Schlacht hatten dies die meisten Großkampfschiffe.
Die Deutschlandklasse und irgendeine andere noch nicht.
Bei der Seydlitz ist es mit Bildern belegt. Von daher ist davon auszugehen, dass Hippers Aufklärungseinheit damit versehen war. Vermutlich schon recht früh also auch 1915.
Nach der Skaggerrakschlacht erhielten dies dann auch die restlichen Schiffe.

Gruß Christian


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Herr_Bpunkt Offline
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    Geschrieben: So, der 22. 11. 2015,17:34 QUOTE

Hallo Christian,

vielen Dank für die Antworten! Das ist sehr hilfreich.

Ich habe in der zwischenzeit die Rumpfhälften einmal auf die Wasserlinienplatte geklebt, und die generelle Maßhaltigkeit überprüft. Die Länge und Breite stimmt absolut, und wenn man der Originalzeichnung in dem Buch von Gary Staff trauen darf, stimmt auch das Rumpfprofil super, bis auf einen halben Millimeter Breite am Heck, das ist im Bausatz vielleicht etwas zu spitz. Es kann aber auch an der Qualität der Zeichnung liegen. Insgesamt also top.

Viele Grüße,
Thorsten
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Herr_Bpunkt Offline
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    Geschrieben: So, der 29. 11. 2015,10:27 QUOTE

Hallo,

damit hier niemand denkt, ich hätte schon wieder aufgegeben, einmal ein Update:

Bevor ich das Schiff selbst baue, will ich die See vorbereiten, damit ich später nicht das fertige Schiff dabei kaputt mache.

Ich habe mich an You-tube-Tutorials von "Plastikschmiede" orientiert, verändere aber das ein oder andere.

Zuerst habe ich den Rumpf mit fünf 1mm-Plastikplatten unterfüttert und diese dann zurechtgefeilt, damit die Wellen auch Teile des Unterwasserschiffs
offenlegen können. Dann wurde ein Holzbrett passend für die große Trumpeter-Vitrine zurechtgeschnitten. Vier Schrauben verbinden den Rumpf und
das Brett, Muttern dafür habe ich in den Rumpf geklebt. So kann sich nichts verziehen und ich kann das Schiff bequem fixieren.



Dann habe ich an die Seiten des Brettes Plastikstreifen geklebt, die genau 5mm überstehen, also genau soviel, wie ich den Rumpf unterfüttert habe.
Es folgte eine Schicht Lack, um das Holz zu versiegeln (hätte ich mir sparen können, hat nicht gereicht).

Dann wurde der Rumpf mit Vaseline eingestrichen und angeschraubt. Mit Vogelsand wurde das Meer modelliert, und mit verdünntem Holzleim fixiert
(es trocknet immernoch, und leider hat sich das Holz wegen der Nässe wieder verzogen, sodass es beim trocknen gerade gepresst wird).



Ich hoffe, dass ich euch bald die nächsten Schritte zeigen kann.

Viele Grüße,
Thorsten
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    Geschrieben: So, der 29. 11. 2015,20:37 QUOTE

Feine Arbeit Thorsten.

Gruß Martin
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    Geschrieben: Mo, der 30. 11. 2015,19:39 QUOTE

Ja, sieht bisher super aus :23: .

Gruß Christian


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Herr_Bpunkt Offline
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    Geschrieben: Mo, der 30. 11. 2015,22:05 QUOTE

Danke! ich habe heute testweise den Rumpf herausgelöst, ging ganz einfach. Leider ist dabei ein bisschen Sand abgebröckelt, weil ich wohl noch zu wenig Leim hereingemischt habe. Ich habe es dann repariert, dafür muss es jetzt wieder bis mindestens morgen Abend trocknen. Updates gibt es dann hoffentlich am Mittwoch!

Viele Grüße,
Thorsten
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Herr_Bpunkt Offline
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Seit: 03 2010
    Geschrieben: Sa, der 05. 12. 2015,14:58 QUOTE

Hallo,

die letzten Tage bin ich mit dem Wasser gut vorrangekommen.

Der Sand erwies sich leider als wenig formstabil, bei der kleinsten Feuchtigkeit wurde das wieder eine schlammige Masse. Deswegen habe ich eine dünne Schicht Gips darüber. Die war dann leider durch aufgewühlten Sand recht unschön, sodass ich gestern noch eine zweite Schicht aufgetragen habe, allerdings ganz dünnflüssig. In diese habe ich eine Lage von einem Papiertaschentuch eingearbeitet, die das ganze schön geglättet hat. Heute habe ich das dann alles mit dunkelblauer Acrylfarbe besprüht. Hier der bisherige Fortschritt:



Viele Grüße,
Thorsten
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Joefi Offline
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    Geschrieben: Sa, der 05. 12. 2015,16:13 QUOTE

Hallo Thorsten,

hatte auch schon über die "Sandmethode" gelesen. Problem ist der wasserlösliche Holzleim. Der löst sich bei zu nasser Nachbehandlung auf...

Alternativ zum Fett kannst du den Rumpf auch in Frischhaltefolie einpacken.

Sieht aber gut gerettet aus.

Gruß
Jörg
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Herr_Bpunkt Offline
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Seit: 03 2010
    Geschrieben: Sa, der 05. 12. 2015,19:17 QUOTE

Hallo Jörg,

ja das stimmt wohl. Dass er so schnell angelöst wird, hätte ich nicht gedacht. Aber ich denke, unter der Gipsschicht und Farbschicht ist es erstmal sicher jetzt. Ich hoffe, dass es nach den nächsten Farbschichten dann auch nach etwas aussieht!

Zur Frischhaltefolie: Da hätte ich Bedenken, das wirft Falten und hinterlässt später eine Lücke zwischen Rumpf und Wasser. Das mit der Vasiline hat 1A funktioniert, gab kein Problem. Weder der Holzleim oder der Gips hat gehalten. Muss den Rumpf jetzt dann nur noch entfetten.

Ich hoffe, ich kann euch nächste Woche ein Update zeigen.

Viele Grüße,
Thorsten
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Seit: 06 2014
    Geschrieben: So, der 06. 12. 2015,16:24 QUOTE

Bisher super gemacht.

Gruß Martin
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21 Antworten seit Fr, der 20. 11. 2015,16:50 < Älteres Thema | Neueres Thema >

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